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PROJEKTE

Dolce Memoria
Auf den Spuren eines vergessenen Klangs
Werke von Vincenzo Bonizzi, Arcangelo Corelli und Antonio Vivaldi

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Klangbeispiele (mp3-Dateien):
• V. Bonizzi: Dolce memoy
• F. Muscari: Sonata à Viola Sola
• A. Vivaldi: Sonata III, Opus 2, Adagio
• A. Vivaldi: Sonata III, Opus 2, Corrente Allegro
• Corelli: Sonata III, Opus 5, Adagio
• Corelli: Sonata III, Opus 5, Allegro

Eben noch im Zentrum virtuosen Schaffens, kurz darauf nahezu in Vergessenheit geraten – so erscheint das Schicksal der Viola da gamba in Italien im 17. Jahrhundert. Auch Claudio Monteverdi verkaufte seine Gamben, die wenige Jahre zuvor noch in kunstvollen polyphonen und solistischen Kompositionen erklungen waren. Für die folgenden Jahrzehnte stehen die Violine und das Violoncello ganz im Licht der Öffentlichkeit. Und doch bleibt die Gambe in der Erinnerung lebendig: Berühmte italienische Instrumentenbauer wie Antonio Stradivari und Niccolò Amati stellen noch gegen Ende des 17. Jahrhunderts Gamben her. Arcangelo Corellis in ganz Europa berühmt gewordene Violinsonaten werden für die Gambe transkribiert, und Antonio Vivaldi, der sich im venezianischen Waisenhaus Ospedale della Pietà dafür einsetzt, „weiterhin die englischen Violen zu unterrichten“, komponiert für das nunmehr exotische Instrument. Erinnerungen an einen neuen Klang!

Silke Strauf (Viola da gamba) & Gösta Funck (Cembalo)

Curios!
Ein Besuch in den musikalischen Wunderkammern des 17. Jahrhunderts
Werke von Dietrich Buxtehude, Matthias Weckmann u.a.

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Klangbeispiele (mp3-Dateien):
• Kremsierer Gambensonate:
Sonatina in d eines unbekannten Meisters,
Kremsier nach 1680

• D. Buxtehude: Sonata III, Allegro

Pressestimmen (PDF)

Wunderkammern – die weite Welt mit ihren staunenswerten Kostbarkeiten und Skurrilitäten versammelt in einer Stube. Die Ordnung der Schöpfung gespiegelt in einem Kabinett der Kuriositäten. Entlegenes aus allen Teilen der Welt, geraubt oder gerettet, und nun wohlverwahrt zur Anschauung der unendlichen Fülle des Möglichen. Im Zeitalter europäischer Entdeckungsfahrten brachten auch zahlreiche Expeditionen in neue musikalische Welten Wundersames hervor. Insbesondere der Stylus Phantasticus als die freieste Art der Komposition erlaubte es dem Komponisten, „an die Grenzen seiner Kunst zu gehen“, so der Universalgelehrte Athanasius Kircher. Hier finden sich, befand Johann Mattheson, „allerhand sonst ungewöhnliche Gänge, versteckte Zierrathen, sinnreiche Drehungen und Verbrämungen …, ohne eigentliche Beachtung des Tacts und Tons; bald hurtig bald zögernd, bald ein- bald vielstimmig“. Oftmals, schrieb Kircher, erweckt die Musik den Eindruck, als sei sie improvisiert, und doch wohnt auch ihr eine „scharfsinnig befolgte Ordnung“ inne. Der phantastische Stil gab der Musik des 17. Jahrhunderts ihr wundersames Gesicht.

Silke Strauf (Viola da gamba) & Gösta Funck (Cembalo)

Musikalisches Labyrinth
Werke von Marin Marais, François Couperin und Antoine Forqueray

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Klangbeispiele (mp3-Dateien):
• M. Marais: Le Labyrinthe
• M. Marais: Couplets de folies

Pressestimmen (PDF)

Le Labyrinthe erschien 1717 in Marin Marais’ 4. Buch der Pièces de viole und ist Teil der Suitte d’un goût étranger, einer Folge von Tanz- und Charakterstücken „in fremdem Geschmack“. Als glühender Verfechter des französischen Stils lehnte Marais jeden italienischen Einfluss rundweg ab – die Fremdheit muss also anderer Natur gewesen sein. Sie besteht darin, einer Suite neben den traditionell üblichen Tanzsätzen eine ganze Reihe programmatischer Stücke hinzuzufügen, deren Titel ihrem bildhaft erzählenden Charakter entsprechen. So finden sich hier - wie auch in Marais’ anderen Büchern - Stücke wie Grand Ballet und Cloches ou Carillon („Glocken oder Glockenspiel“), die berühmten Couplets de folies („Folia-Variationen“), Les Voix humaines („Die menschlichen Stimmen“) und nicht zuletzt Le Labyrinthe: ein Rundgang durch das Labyrinth Ludwigs XIV. in Versailles. In diesen zu Beginn noch vergnüglichen Spaziergang mischen sich schon bald Momente der Verwirrung, des Erschreckens und der Furcht. Resignation und Müdigkeit, verzweifelte, wilde Hoffnung folgen, bis schließlich ein rettender Faden denjenigen freudig tanzen lässt, der den Weg hinaus gefunden hat.

Silke Strauf (Viola da gamba) & Gösta Funck (Cembalo)

Augenblicke des Daseins
Ein musikalisch-literarischer Abend mit
Johann Sebastian Bach und Virginia Woolf

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Klangbeispiele (mp3-Dateien):
• J. S. Bach: Prélude
• V. Woolf: Augenblicke des Daseins.
Autobiographische Skizzen

• J. S. Bach: Courante
• V. Woolf: Die Faszination des Teichs
• J. S. Bach: Sarabande

Pressestimmen (PDF)

Johann Sebastian Bachs Suiten für Violoncello solo sind ein faszinierendes Beispiel für die kunstvolle Ausarbeitung eines Themas, einer musikalischen Idee. Sie erzählen von Ruhe und Versunkenheit, von der Flüchtigkeit des Augenblicks und seiner Vergänglichkeit.
Virginia Woolf gelingt dies in der Literatur. Auch sie versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen, und benutzt dazu eine bei aller Reflexion einfache Sprache. Und so klingen ihre Erzählungen beständig in einer ihnen eigenen Musikalität. Und mehr noch: Über die zweihundert Jahre hinweg, die sie trennen, steht, so scheint es, Woolfs Literatur im Zwiegespräch mit Bachs Musik.
Silke Strauf leiht den Suiten die Stimme der Gambe, einer nahen, eleganten Verwandten des Violoncellos. Mal tänzerisch, mal meditativ, lässt die Musik einen Kontrapunkt zur Hast unserer Zeit entstehen.

Silke Strauf (Viola da gamba) & Katja Willebrand (Rezitation)

Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer
Jahreszeitengedichte von Erich Kästner
Gambenmusik von Carl Friedrich Abel

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Klangbeispiele (mp3-Dateien):
• C. F. Abel: Adagio
• C.F. Abel: Allegro
• C. F. Abel: Menuet

Nichts ist von Dauer, nur eines bleibt: der Wandel. Dies zeigt sich besonders in der zuverlässigen Wiederkehr der Jahreszeiten, in einer beständigen Wiederholung, die doch nichts wiederholt. In ihrem Zyklus wird klar: Beständigkeit und Veränderung stehen sich nicht entgegen, nein, sie sind ohne einander nicht zu haben. Im Kreislauf des Jahres spiegelt sich die paradoxe Wahrnehmung unserer Lebens-Zeit, die wenige so sensibel, so leicht und dabei so melancholisch beschrieben haben wie Erich Kästner. Seine Jahreszeitengedichte werden begleitet von und begleiten Gambenmusik von Carl Friedrich Abel, einem der letzten Gambenvirtuosen des 18. Jahrhunderts.

Silke Strauf (Viola da gamba) & Katja Willebrand (Rezitation)

Wie es euch gefällt
J. S. Bachs „Goldberg-Variationen” für zwei Gamben

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Klangbeispiele (mp3-Dateien):
• Aria
• Variatio 1
• Variatio 4
• Variatio 13
• Variatio 28

Pressestimmen (PDF)

Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen”: Zeugnis barocker Lust an der kunstvollen Veränderung eines musikalischen Themas, der Legende nach erprobtes Mittel gegen Schlaflosigkeit, damals wie heute Gegenstand meditativer Auseinandersetzung mit den labyrinthisch verschlungenen Pfaden des Lebens, vom großen Meister geschrieben für einen erst vierzehnjährigen Virtuosen namens J. G. T. Goldberg  –  und nicht zuletzt: eines der bekanntesten Werke für Cembalo. Zudem hat der Zyklus eine ganze Reihe von Musikerinnen und Musikern zur eigenen Bearbeitung inspiriert. Und so liegt nun auch mit der Transkription von Silke Strauf und Claas Harders erstmals eine für zwei Gamben eingerichtete Fassung der Goldberg-Variationen vor.

Die Gambe, von Bach immer wieder solistisch verwendet, bietet vielfältige Möglichkeiten, die polyphone Mehrstimmigkeit der Variationen zum Ausdruck zu bringen. Auch durch ihre Fähigkeit zur melodiösen Gestaltung einzelner Stimmen erscheint der Zyklus in einem neuen und faszinierenden Licht. Und wer die Eigenart des Tasteninstruments allzu sehr vermisst, dem eilt das Imaginationsvermögen zu Hilfe, das nach Carl Philipp Emanuel Bach (Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen, 1753) der Flüchtigkeit nicht nur des Cembalotons entgegenzuwirken vermag: „Es kommen überhaupt bey der Musick viele Dinge vor, welche man sich einbilden muß, ohne daß man sie würklich höret. [...] Verständige Zuhörer ersetzen diesen Verlust durch ihre Vorstellungs=Kraft.”

Silke Strauf & Claas-Berend Harders (Viola da gamba)


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